In den Medien

Das Wellness-Magazin hat unter folgenden Links Rezensionen zu den beiden deutschen Büchern von Sonja Bakker veröffentlicht:
- Sonjas Kochbuch: www.ihr-wellness-magazin.de/wellness/media/buecher/abnehmen/sonjas-kochbuch.html
- Erreichen Sie Ihr Traumgewicht: www.ihr-wellness-magazin.de/wellness/media/buecher/abnehmen/erreichen-sie-ihr-traumgewicht.html

In folgenden deutschen Medien erschienen Berichte über die Sonja Bakker-Methode und das Buch "Erreichen Sie Ihr Traumgewicht":

  • Buchreport-Magazin
  • Woche der Frau
  • Frau aktuell
  • Alles für die Frau
  • Welt der Frau

Sonja Bakker über Erfolg, Neid und Glück
Erschienen in: Elsevier Magazin, NL
Text (Autor): Hugo Camps
Deutsche Bearbeitung: Thomas Schwortschik, Anja Schuitemaker-Loh, Koen Lenting


 
Heute Morgen in Hoorn, Provinz Noord-Holland. Auf dem Weg zu ihrem Auto wird Sonja Bakker von drei Frauen angesprochen. Hausfrauen mit Einkaufstaschen. „Oh Sonja! Sonja! Unsere Sonja!“ Sie können ihr Glück kaum fassen. Sonja Bakker aus Spierdijk lacht freundlich zurück, murmelt etwas über Gesundheit und verabschiedet sich mit einem eleganten Winken von ihren Bewunderern.
„So geht das hier den ganzen Tag. Egal wo ich bin, Leute wollen mit mir reden, mich umarmen, ihr Glück mit mir teilen. Ich bleibe dabei ziemlich gelassen. Ich möchte auch wirklich nicht, dass man mich Guru nennt. Das klingt irgendwie beängstigend. Darum sage ich auch immer zu den Menschen, die nach der Lektüre meines Buches abgenommen haben: „Ihr habt das selbst geschafft!“. Und so sehe ich das auch wirklich. Ich werde nicht überheblich. Immer schön mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben, so wurde ich erzogen.“
Sonja rennt von hier nach da, Fotoshootings, Signierstunden, Gasthauptredakteurin einer niederländischen Zeitschrift spielen, Lesungen geben und zu Hause warten dann noch ein Mann und zwei kleine Kinder.
„Heute Morgen betrachtete ich meine Augenringe im Spiegel. Ich dachte mir: du wirst älter, Sonja. Ich habe natürlich eine sehr anstrengende Zeit hinter mir. Jeden Morgen zwischen 6 und 8 schreibe ich an meinen Büchern, danach ziehe ich die Kinder an und gehe mit dem Hund spazieren. Dann weiter zu einer Lesung nach Den Haag, und wenn ich wieder zurück bin, warten noch 600 E-Mails auf mich.“
„Mit den Augenringen werde ich wohl leben müssen. Ich lasse mich nicht liften und Botox kommt für mich auch nicht in Frage. Wenn jemand anders glücklich damit ist, von mir aus, aber ich mache da nicht mit. Für mich ist Natürlichkeit doch am schönsten. Eine etwas teurere Augencreme ist für mich das Höchste der Gefühle. Früher ging ich dreimal pro Woche ins Fitnessstudio und schaute die ganze Zeit auf meine Uhr. So, noch 10 Minuten und dann kann ich endlich wieder nach Hause. Um mir das schreckliche Fitnessstudio ersparen zu können, habe ich mir einen Hund gekauft. Einen Dalmatiner. Jetzt gehe ich jeden Tag eine halbe Stunde mit dem Hund spazieren. Es tut gut, drauβen zu sein.“
Drei Jahre ist es nun her, Sonja Bakker war schwanger und musste längere Zeit das Bett hüten. Damals schrieb die mittlerweile 32-Jährige ihr erstes Buch. „Bereik je ideale gewicht“ (Deutsch: „Erreichen Sie Ihr Traumgewicht“). Dieses Buch wurde in den Niederlanden das meistverkaufte Buch aller Zeiten, 650.000 Exemplare gingen über den Ladentisch (Anmerkung: bis zum Erscheinen des Interviews im Dezember 2006),  damit hat Sonja Bakker
Dan Brown mit Abstand überholt. Halb Holland „sonjabakkert“, verschiedene Fernsehsender kämpfen um eine Diät-Show mit Sonja Bakker. Doch der Erfolg kam nicht von allein.
„Ich war ein molliges Kind. Nicht wirklich dick, aber sicher auch nicht schlank. Das ist nicht schön, wenn man jung ist. Eine Hüft-Jeans konnte ich damals nicht anziehen. Irgendwann hörte ich jemanden sagen: „Meine Güte, die Sonja bekommt aber einen ganz schön dicken Hintern“. Das konnte ich nicht mehr vergessen. Es ist nicht so, dass ich deswegen schlaflose Nächte hatte, nein, aber schön war es auch nicht. Ich war sicher keine verwöhnte Göre. Meine Vater hatte eine eigene Blumenanbau- und Exportfirma. In den Schulferien halfen wir Kinder auf dem Feld. Damit verdienten wir uns unser Taschengeld, das wir dann in der Disko wieder ausgeben konnten.“
Nach dem Schulabschluss bewarb sie sich als Personalleiterin bei „Christine le Duc“ in Volendam. „Christine le Duc“, das klingt doch ganz schick. Ich dachte, es sei eine Parfümerie. Erst beim Bewerbungsgespräch sah ich die entblößten Damen an der Wand hängen. Ich konnte doch nicht ahnen, dass Christine le Duc die holländische Beate Uhse ist? Vier Jahre lang hatte ich dort eine tolle Zeit und die Leitung über 150 Leute. Danach entschied ich mich für eine Teilzeit-Weiterbildung zur Gewichts- und Diätberaterin.“
„Kurze Zeit später eröffnete ich meine eigene Praxis. Es dauerte nicht lange und ich hatte 11 Mitarbeiterinnen. Und es kamen immer mehr Kunden. Mehr und mehr wurde ich zur Praxismanagerin und hatte immer weniger Zeit für das, was mir wirklich Spaß machte: Menschen beraten und neue Diätmethoden entwickeln. Ich fühlte, dass ich nicht mehr strahlte. Es musste sich schnell etwas ändern. Als ich zum ersten Mal schwanger war, entschied ich mich, die Praxis an einen dankbaren Kunden, der bei mir 11 Kilo abgenommen hatte, zu verkaufen. Endlich hatte ich Zeit für etwas, was ich schon lange machen wollte: ein Buch schreiben.“
„Nach vielen Jahren Praxiserfahrung wusste ich, dass meine Diätmethode funktioniert. Als ich das Buch fertig hatte, klapperte ich alle Zeitungsredaktionen ab. Entweder, mein Buch war auf merkwürdige Weise abhanden gekommen, oder der Redakteur hatte kein Interesse. Bei den Verlagen hatte ich ebenso wenig Erfolg. Schon wieder so ein Diätbuch, bekam ich überall zu hören. Wenn doch einer Interesse zeigte, musste es eine Billigausgabe werden. Dieser Mann hat mich noch tiefer verletzt. Ich wollte ein professionell visualisiertes Buch mit Farben und allem drum und dran. Es war mein Buch. Meine Intuition sagte mir, dass ich ein gutes Buch geschrieben hatte und deshalb verlangte ich auch die höchste Qualität vom Verlag. Es gelang nicht, aber mein Glaube an mich selbst war unerschütterlich. Ich finde, man kann noch so einen tollen Marketingplan haben, wenn die Methode nicht funktioniert, kann man es gleich sein lassen. Doch meine Methode funktioniert wirklich und die Mund-zu-Mund-Reklame war schon lange erfolgreich. „Du hast aber toll abgenommen!“- „Sonja Bakker natürlich!““
„Nachdem ich kein Glück bei den Verlagen hatte, entschied ich mich dazu, mein Buch selbst herauszubringen. Doch hier in Holland waren die Druckkosten für mich unbezahlbar. Im Internet fand ich eine Druckerei in Tschechien, alles sah gut aus, ich musste aber vorab alle Kosten bezahlen. Meine Vater meinte nur: „Kind pass bloß auf, womöglich ist es noch die Mafia.“ Aber ich war schon lange nicht mehr aufzuhalten, ich wollte das Buch auf den Markt bringen. In meiner Praxis konnte ich wöchentlich nur 30 Menschen glücklich machen, mit einem Buch waren es auf einen Schlag 300.“ Und das Buch wurde ein Erfolg. Es dauerte nicht lange, und die Druckerei kam mit dem Drucken nicht mehr hinterher.“